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Krankheitsbilder – das breite Spektrum der Physiotherapie

Ob Orthopädie, Neurologie oder Psychiatrie – Physiotherapie kommt in nahezu allen medizinischen Fachrichtungen zum Einsatz. Sie unterstützt Menschen dabei, Beschwerden zu lindern, Funktionen wiederherzustellen und die Selbstständigkeit im Alltag zu fördern. Hier findest Du einen Überblick über die wichtigsten Anwendungsgebiete.

Krankheitsbilder – das breite Spektrum der Physiotherapie
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Verständliche Informationen zu häufigen Beschwerden – und wann Physiotherapie hilft.

11 Krankheitsbilder gefunden

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Wann hilftPhysiotherapie?

Physiotherapie kommt in fast allen Bereichen der Medizin zum Einsatz: in der Orthopädie, Neurologie, Inneren Medizin, Gynäkologie, Pädiatrie und in der Rehabilitation nach Operationen oder Unfällen. Ob Du nach einem Bandscheibenvorfall wieder beweglich werden willst, nach einem Schlaganfall Schritt für Schritt zurück in den Alltag findest oder Schmerzen hast, die sich nicht von allein bessern — eine qualifizierte Physiotherapeut*in begleitet Dich auf diesem Weg.

Physiotherapie hilft immer dann, wenn Bewegung, Funktion oder Belastbarkeit Deines Körpers eingeschränkt sind — egal, ob die Ursache akut, chronisch, traumatisch oder neurologisch ist. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Funktionen wiederherzustellen und Dich in Deinem Alltag selbstständig zu halten oder zu machen.

In manchen Fällen ist Physiotherapie die wichtigste Behandlung — etwa bei chronischen Rückenschmerzen, nach einem Schlaganfall oder bei Beckenbodenschwäche. In anderen Fällen ergänzt sie eine ärztliche oder operative Behandlung — etwa nach einem Gelenkersatz oder bei rheumatischen Erkrankungen.

Wann zur Ärzt*in zuerst?

Bei diesen Anzeichen solltest Du zuerst eine Ärzt*in aufsuchen:

  • starke, plötzlich aufgetretene Schmerzen
  • Lähmungserscheinungen, Taubheit oder Kraftverlust
  • Fieber, Gewichtsverlust oder Nachtschmerz
  • Verdacht auf einen Bruch nach einem Sturz oder Unfall
  • Schlaganfall-Warnzeichen (Sprachstörung, halbseitige Lähmung, Sehstörung) — sofort Notruf 112

In allen anderen Fällen kannst Du eine physiotherapeutische Praxis direkt aufsuchen — siehe nächster Abschnitt zur Verordnung.

Verordnung, Kosten, Termine

Brauche ich eine Verordnung von der Ärzt*in?

Für die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ja. Die Verordnung (umgangssprachlich „Rezept“) stellt Deine Hausärzt*in oder Fachärzt*in aus. Sie legt fest, welche Therapieform und wie viele Behandlungseinheiten verordnet werden.

Für Selbstzahler-Leistungen und im Rahmen des sektoralen Heilpraktiker*innen-Status mancher Physiotherapeut*innen ist auch ein Termin ohne ärztliche Verordnung möglich — in diesem Fall trägst Du die Kosten selbst.

Was kostet mich Physiotherapie?

Mit einer Verordnung der gesetzlichen Krankenkasse fällt eine gesetzliche Zuzahlung von 10 % der Behandlungskosten plus 10 € Verordnungsgebühr an, sofern Du nicht von der Zuzahlung befreit bist. Die restlichen Kosten übernimmt die Krankenkasse direkt mit der Praxis.

Bei privaten Krankenkassen richtet sich die Erstattung nach Deinem Vertrag. Selbstzahler*innen rechnen direkt mit der Praxis ab.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Das hängt von Region, Spezialisierung und Auslastung ab. Praxen sind durch das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz angehalten, Heilmittelverordnungen mit Dringlichkeitsvermerk zeitnah anzubieten — frag Deine Ärzt*in danach, wenn die Behandlung schnell beginnen sollte.

Häufige Fragen

Kann ich auch ohne Verordnung zur Physiotherapie?

Ja, als Selbstzahler*in oder bei Therapeut*innen mit sektoralem Heilpraktiker*innen-Status. Du trägst die Kosten dann selbst, kannst aber je nach Versicherung eine Erstattung beantragen.

Wie viele Behandlungen brauche ich?

Das hängt vom Krankheitsbild ab. Eine Erstverordnung umfasst meist 6 Behandlungseinheiten, eine Folgeverordnung weitere 6. Bei langfristigem Heilmittelbedarf (z. B. nach Schlaganfall) sind dauerhafte Verordnungen möglich.

Was ziehe ich zur Physiotherapie an?

Bequeme, sportliche Kleidung, in der Du Dich frei bewegen kannst. Bei manchen Behandlungen (z. B. Massage, Manuelle Therapie am Rücken) ist es hilfreich, wenn die zu behandelnde Region zugänglich ist. Sprich das vor dem ersten Termin mit Deiner Therapeut*in ab.

Wird Physiotherapie weh tun?

Behandlungen sollen nicht schmerzhaft sein. Bei manchen Techniken (z. B. Triggerpunktbehandlung, Mobilisation steifer Gelenke) kann ein deutliches Druckgefühl entstehen. Ein leichtes Muskelkater-Gefühl am Folgetag ist normal. Starke oder anhaltende Schmerzen solltest Du Deiner Therapeut*in immer zurückmelden.

Kann ich Physiotherapie und Eigenübungen kombinieren?

Ja, und das ist sogar erwünscht. Eigenübungen zwischen den Terminen sind oft entscheidend für den Therapieerfolg — gerade bei chronischen Beschwerden, nach Operationen und bei neurologischen Erkrankungen. Deine Therapeut*in zeigt Dir passende Übungen für zu Hause.

Was unterscheidet Physiotherapie von Krankengymnastik?

„Krankengymnastik“ ist ein Teilbereich der Physiotherapie, der die aktive Bewegungstherapie meint. Physiotherapie ist der Oberbegriff und schließt unter anderem auch Manuelle Therapie, Massagen, Lymphdrainage und neurologische Verfahren ein.

Werden alle Therapieformen von der Krankenkasse übernommen?

Die meisten klassischen Heilmittel (Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Lymphdrainage, KG-Gerät und andere) sind in der Heilmittelrichtlinie geregelt und werden mit ärztlicher Verordnung übernommen. Spezielle Verfahren wie Osteopathie sind keine regulären Kassenleistungen — manche Krankenkassen bezuschussen sie freiwillig.

Kann ich eine Therapeut*in selbst auswählen?

Ja. Mit Deiner Verordnung kannst Du frei wählen, in welcher Praxis Du die Behandlung machst. Über die Therapeut*innensuche von Physio Deutschland findest Du qualifizierte Mitgliedspraxen in Deiner Nähe — gefiltert nach Spezialisierung, Sprache und Barrierefreiheit.

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